Jedes Motorradmodell hat eigene Typklassen für Haftpflicht (KH), Teilkasko (TK) und Vollkasko (VK). Niedrige Werte bedeuten günstigere Versicherung.
| Modell | KH | TK | VK |
|---|---|---|---|
| Honda CB125R | 12 | 14 | 13 |
| Honda CB500FTipp | 13 | 14 | 14 |
| Kawasaki Z650 | 14 | 15 | 15 |
| Yamaha MT-07 | 15 | 16 | 16 |
| BMW R1250GS | 16 | 17 | 18 |
| Kawasaki Z900 | 17 | 18 | 19 |
| Ducati Panigale V4 | 20 | 22 | 23 |
| Yamaha YZF-R1 | 21 | 23 | 24 |
* Typklassen-Richtwerte 2026. Tatsächliche Einstufung kann je nach Motorvariante und Baujahr abweichen. Quelle: GDV.
Nicht jeder Motorradtyp ist gleich teuer versichert. Die Kategorie bestimmt maßgeblich die Höhe der Typklasse – und damit deinen Versicherungsbeitrag.
Höchste Typklassen aller Motorradkategorien. Die Kombination aus hoher Motorleistung, sportlicher Fahrweise und extrem teuren Ersatzteilen führt zu überdurchschnittlich vielen und teuren Schäden.
Yamaha YZF-R1: TK 23 · Ducati Panigale V4: TK 22
Mittlere Typklassen mit breiter Spanne. Die vielfältige Fahrerbasis – vom Anfänger bis zum Erfahrenen – sorgt für eine moderate Schadenquote. Beliebte Modelle wie MT-07 oder Z650 liegen im Mittelfeld.
Yamaha MT-07: TK 16 · Kawasaki Z650: TK 15
Ältere, erfahrene Fahrer dominieren diese Kategorie – das drückt die Unfallstatistik. Allerdings sind Ersatzteile bei Premium-Modellen wie der R1250GS teuer, was die VK-Typklasse nach oben treibt.
BMW R1250GS: TK 17 · Honda Gold Wing: TK 16
Gute Typklassen dank defensiverer Fahrweise und robuster Technik. Enduro-Fahrer fahren oft aufmerksamer und haben weniger Hochgeschwindigkeitsunfälle. Die solide Bauweise reduziert Reparaturkosten.
Honda Africa Twin: TK 15 · KTM 390 Adventure: TK 14
Niedrige Typklassen dank geringerer Geschwindigkeiten und entspannter Fahrweise. Chopper-Fahrer verursachen statistisch weniger Unfälle. Das gemächliche Fahrtempo senkt Schadenhäufigkeit und -höhe.
Harley Sportster: TK 14 · Honda Shadow: TK 13
Grundsätzlich günstige Typklassen wegen niedriger Motorleistung und geringerer Schadenkosten. Aber: Manche Modelle werden von Fahranfängern bevorzugt, was das Unfallrisiko leicht erhöht.
Honda CB125R: TK 14 · KTM 125 Duke: TK 15
Die Typklasse kannst du nicht ändern – aber du kannst sie verstehen und die richtigen Entscheidungen treffen.
Vergleiche die Typklasse BEVOR du ein Motorrad kaufst. Der Kaufpreis ist nicht alles – die laufenden Versicherungskosten können jährlich hunderte Euro Unterschied ausmachen.
Ein Modell kann in der Haftpflicht günstig, in der Vollkasko aber teuer sein. Prüfe immer alle drei Werte, bevor du dich für einen Versicherungstyp entscheidest.
Jedes Jahr im Oktober aktualisiert der GDV die Typklassen. Dein Beitrag kann steigen oder sinken – unabhängig von deiner persönlichen Schadenfreiheit. Ein Versicherungswechsel kann sich dann lohnen.
Verschiedene Motorvarianten desselben Modells (z. B. 35 kW vs. Vollleistung) können unterschiedliche Typklassen haben. Die gedrosselte Version ist oft günstiger versichert.
SF-Klasse, Selbstbeteiligung, Werkstattbindung und Regionalklasse beeinflussen den Beitrag ebenfalls stark. Vergleiche immer den Gesamtpreis – nicht nur die Typklasse.
Obwohl die GDV-Typklasse einheitlich ist, gewichten Versicherer sie verschieden. Deshalb lohnt sich ein Vergleich – besonders bei Modellen mit hohen Typklassen.
Die Typklasse deines Motorrads bestimmt den größten Teil deines Versicherungsbeitrags. Die gute Nachricht: Verschiedene Versicherer bewerten dieselbe Typklasse unterschiedlich. Ein Vergleich lohnt sich – besonders bei hohen Typklassen.
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